Schon mal etwas vom Buchsbaumzünsler gehört? Die Ministranten der Stadtpfarrkirche St. Blasius kennen den Schädling nicht. Im Gegenteil: Im Keller des Marienheims schwelgen die Oberministranten im Grün, das Bekannte säckeweise angeliefert haben. Familien und Bekannte wüssten, dass in der Woche vor Palmsonntag Buchsbaumzweige gebraucht würden, sagen sie. Dieses Jahr sogar noch mehr als sonst. „Wir schmücken unsere neuen, 3,40 Meter hohen Palmstecken“, erklärt der stellvertretende Obermini Felix Glökler mit Stolz.
Voriges Jahr habe man bereits vier große Palmen gebaut, die dann am Palmsonntag nach der Prozession vom Marktplatz in die Kirche getragen wurden und dort im Chor standen. Dieses Jahr werde man noch größer und rücke mit den geschmückten Palmen näher an die Gottesdienstbesucher heran. „Heuer kommen die Palmen rechts und links an die erste Reihe der Kirchenbänke“, weiß Obermini Paul Napholcz. Im Chor stehen dann die Fahnen.
Es werde insgesamt noch festlicher, sind die Ministranten überzeugt. Aber dafür muss erst einmal gearbeitet werden. An drei Abenden banden die Minis 280 Handpalmen, die vor dem Gottesdienst zugunsten der Ministrantenarbeit verkauft werden. Auch dabei mangelt es nicht an Buchs. Die kleinen Minis marmorierten die dafür nötigen Eier. Rund 30 Ministranten sind mit den Arbeiten beschäftigt.
Die neuen Palmstecken sind um einiges stabiler und dicker, „weil die Palmen sich letztes Jahr unter dem Gewicht ein bisschen gebogen haben“, erklärt einer. Die Eier wurden aufwendig verziert und leuchten in Weiß und Rot. Das passe zu den roten Gewändern der Ministranten und sehe edel aus. Auf Palmkätzchen müsse man heuer leider verzichten, weil Ostern 2026 so früh sei. Bewundern kann man die Meisterwerke am Sonntag von 10.30 Uhr an bei der Palmweihe auf dem Marktplatz.
Foto und Text: Christina Kirsch
