Ein besonderes Erlebnis bot sich in diesen Tagen hoch über den Dächern Ehingens: Mit Unterstützung der Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Ehingen konnten Stadtpfarrer Harald Gehrig und der Ehinger Storchenbeauftragte Rudi Kohlruss das Storchennest auf dem Turm der Stadtpfarrkirche St. Blasius besuchen.
Als sich die Drehleiter dem Nest näherte, ergriff der wachende Altstorch vorsichtshalber die Flucht. Der einzige Jungstorch im Nest reagierte dagegen ganz anders: Er stellte sich regungslos und „tot“ – ein typisches Verhalten junger Störche, die noch nicht flugfähig sind und sich so vor vermeintlichen Gefahren schützen.
Im Nest angekommen, wurde der Jungstorch zunächst vorsichtig aus dem Nest gehoben und gewogen. Mit 2,7 Kilogramm bringt der etwa fünfeinhalb Wochen alte Jungstorch bereits ein beachtliches Gewicht auf die Waage. Anschließend erhielt er seinen offiziellen Ring, mit dem er künftig eindeutig identifiziert werden kann.
Darüber hinaus wurde dem Jungvogel ein kleiner Sender angebracht. Dieser ermöglicht es, seine zukünftigen Wege zu verfolgen. Über die App „Animal Tracker“ können Interessierte später nachvollziehen, wohin die Reise des jungen Storches führt – sei es auf seinem ersten Zug in den Süden oder bei seiner späteren Rückkehr in die Heimat.
Für alle Beteiligten war der Besuch im Storchennest ein eindrucksvolles Erlebnis. Der Blick aus luftiger Höhe über die Stadt, die unmittelbare Nähe zum Nest und die Möglichkeit, einen jungen Storch aus nächster Nähe zu erleben, waren schon etwas besonderes.



